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Festhalten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gedanken und Gedichte

„Um klar zu sehen
genügt oft eine Veränderung des Blickwinkels"
Antoine Saint-Exupery`

 

"Geh' Du voran",
sagte die Seele zum Körper,
"auf mich hört er nicht",
"Ich werde krank werden,
dann wird er Zeit für dich haben",
antwortete der Körper.
Nun nachdenken - wer ist gemeint mit "er"?

 Verfasser unbekannt

 

Der Wert eines Lächelns (unbekannt)

Ein Lächeln kostet nichts, es erzeugt aber viel!
Es bereichert jene, die es bekommen,
ohne diejenigen zu schaden, die es verschenken!

Die Erinnerung an ein Lächeln kann ewig bleiben!

Niemand, ist so reich, daß er es nicht noch gebrauchen könnte,
und niemand ist so arm, daß es ihm nicht mehr helfen könnte!
Es lässt sich nicht kaufen – nicht leihen – nicht stehlen – nicht erzwingen,
denn es hat erst seinen Wert von dem Moment an, wo es verschenkt wird!

Wenn Du einem Menschen begegnest, der Dir das Lächeln, das auch Du verdienst,

nicht gibt, dann sei großzügig --- Schenk ihm Deines!

Denn niemand braucht das Lächeln dringender,
als der, der dem anderen keines geben kann.

Empathie

Ich liege in einem Bett
und starre an die Zimmerdecke.
Ich kann meine Beine nicht mehr bewegen,
meine Arme sind steif und schmerzen.
Ich kann nicht mehr sprechen,
nur noch hören, sehen und denken.
Jemand hat einen Schlauch in meine Blase gelegt,
jemand hat einen Schlauch in meinen Magen gelegt.

„Guten Morgen, haben Sie gut geschlafen?“
Jemand zieht die Decke von mir weg,
fährt mir mit einem nassen Lappen durch das Gesicht,
über Brust und Arme,
ein Handtuch trocknet notdürftig die Nässe,
ich werde zur Seite gekippt, kalter Schaum wird auf meinen Po gesprüht
und mit eiligen plastikbehandschuhten Händen wieder abgewischt,
ich werde auf den Rücken gerollt und grobe Hände
legen sich unter meine Achseln und ziehen mich nach oben,
die Decke wird hastig über mich geworfen.

Fremde Finger öffnen meinen Mund,
bohren sich mit einem feuchten Stück Tuch
in meine Wangentaschen,
Zitronengeschmack auf meiner Zunge
- ich mag keine Zitronen.
Eine Flasche mit Nahrungsbrei hängt über mir,
der anonyme Brei tropft langsam in meinen Magen.

Ich liege in einem Bett
und starre an die Zimmerdecke
niemand spricht
mit mir.

Verfasser unbekannt

 

"Wenn ich einmal dement werde........"

dann soll mein Leben einfach, übersichtlich und voraussehbar sein. So, dass ich das gleiche mache, jeden Tag zur gleichen Zeit. Auch wenn es dauert, bis ich es begreife.

 

Wenn ich dement werde, muss Du ruhig mit mir sprechen, damit ich keine Angst bekomme und nicht das Gefühl habe, dass Du böse mit mir bist. Erzähle mir immer, was  Du tust - und Du solltest mich wählen lassen und respektieren, was ich wähle.

 

Wenn ich dement werde, denke daran, dass es gut und wichtig für mich ist, schöne Erlebnisse zu haben und dass Du sie mir erzählst, bevor ich sie erlebe.

 

Wenn ich dement werde, kriege ich viel mehr Schlaf, als ich eigentlich will. Und wenn ich schlafe, habe ich immer Angst, dass ich nicht mehr wach werde. Gib mir Mut zu schlafen und erinnere mich daran, dass die Nacht von dem neuen Tag abgelöst wird.

 

Wennn ich dement werde, kann ich vielleicht nicht mehr mit Messer und Gabel essen, aber bestimmt sehr gut mit den Fingern - lass mich das tun.

 

Wenn ich dement werde, kann ich mich nicht mehr daran erinnern, was ich möchte. Du musst lernen, mir das zu zeigen.

 

Wenn ich dement werde, bin ich vielleicht eigensinnig, boshaft und habe schlechte Laune. Ich bin so, weil ich mich machtlos und hilflos fühle. Ich hasse das! Und wenn ich Panik kriege, dann nur, weil ich zwei Dinge gleichzeitig denken soll. Halt meine Hand ganz fest und hilf mir, mich nur auf eine Sache zu konzentrieren.

 

Wenn ich dement werde, bin ich leicht zu beruhigen. Nicht mit Worten, sondern, indem Du ganz ruhig neben mir sitzt und meine Hand hältst.

 

Wenn ich dement werde, verstehe ich das Abstrakte nicht mehr. Ich will sehen, spüren und begreifen, wovon Du sprichst.

 

Wenn ich dement werde, habe ich das Gefühl, dass andere mich schwer verstehen. Genauso schwer ist es für mich, die anderen zu verstehen. Mach Deine Stimme ganz klar und sieh mir ins Gesicht, dann verstehe ich Dich am besten. Mach nur wenige Worte und einfache Sätze und versuche heraus zu finden, ob ich alles verstanden habe. Guck mich an, berühre mich und lächle mich an, bevor Du mit mir sprichst... so weiß ich, dass Du es gut mit mir meinst. Vergiss nicht, dass ich viel vergesse!

 

Wenn ich dement werde, möchte ich Musik hören. Die von damals! Aber ich habe vergessen, welche es war. Lass sie uns zusammen hören... ich vermisse das. Ich mag auch gerne singen, aber nicht alleine. Wenn Du mich an die Hand nimmst, können wir zusammen durchs Leben tanzen.

 

Wenn ich dement werde und sage, dass ich nach Hause will, dann antworte mir ernsthaft, damit ich merke, dass Du weißt, dass ich mich im Moment sehr einsam fühle.

 

Wenn ich dement werde und schimpfe, dann gehe einen Schritt zurück und gib mir die Chance zu spüren, dass ich immer noch Eindruck machen kann.

 

Ich bin oft verzweifelt - verzweifle nicht auch Du!

Verfasser unbekannt